Verurteilung vor dem Breisacher Gauklerpranger

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  • Gauklerpranger Breisach Hauk

Das Mitglied des Landtags in Stuttgart, Peter Hauk, seines Zeichens Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg stand vor dem Breisacher Gauklerpranger. Auf der Suche nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit wurde der Minister trotz eindrucksvoller Verteidigung am Ende verurteilt. Zwar freigesprochen im Anklagepunkt des Meineids erfolgte eine Verurteilung auf Grund der weiteren Verfehlungen durch den Kaiser Rudolf von Habsburg (Tobias Dewaldt) und seiner kaiserlichen Gemahlin (Katja Kühnle). Danach muss Peter Hauk erneut in Breisach erscheinen und am 13. Juni 2019 die Festansprache zur 1650 Jahr Feier der Stadt Breisach halten.  Der Badener Peter Hauk hatte sich zu Beginn der Zeremonie um den Gauklerpranger in das Goldene Buch der Stadt Breisach und der Narrenzunft Breisach eingetragen. In der Folge wurde er zum Ehrenträger des handgeschnitzten Gauklers mit dem Goldenen Schuh, weil er das Urteil des hohen Narrengerichts angenommen hatte. Eine heitere, witzige, närrische Gesamtkomödie mit durchaus ernstem Hintergrund um das politische Wirken des Ministers, bei dem ihm weder Tuten noch Blasen auf dem Jagdhorn oder seine Einlage auf dem Keyboard wesentlich halfen, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Hauk wurde vom Kanzler (Jens Distel) vorgeworfen, er habe Seehofer mit folgenden Satz beleidigt: „Er hat nicht mehr alle Latten am Zaun!“ Zudem half ihm dann auch die eigene Schlitzohrigkeit und die des Advokaten (Andreas Geyler) nicht mehr aus, Latten mit Sparren gleichzusetzen, denn er habe gesagt, „Seehofer hat einen Sparren weg!“ Horst Seehofer (Wilfried Meyer) und Markus Söder (Peter Ehrhardt) waren als Zeugen geladen und sprachen sich widersprüchlich für die Ent- beziehungsweise Belastung des Angeklagten Peter Hauk aus. Der Gaukler seiner Majestät (Frank Ganz) kommentierte das gesamte Gerichtsgeschehen meisterlich und brachte es in Reimform immer wieder auf den Punkt.     ek/Bild: Elena Snopova

2018-11-26T10:41:23+00:0026. November 2018|Breisach, Freizeit & Kultur|